Der Ort war lange von der Landwirtschaft geprägt. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren Ackerbau und Viehzucht der beherrschende Erwebszweig. Dabei unterteilten sich die Betriebe in Stammgüter und kleinere Bauernhöfe.
Die Stammgüter
1860 gab es diese Stammgüter. Die Größenangaben stammen aus dem Jahr 1841. Die Stammgüter waren bei der ursprünglichen Landverteilung viel größer. Zwei Güter bis 2 Hufe und vier Güter bis 1 Huf. Durch Verkauf teilten sich die Flächen.
- Brunner-Gut - Das Gut erstreckte sich von der Hermannstraße bis zum Kraußberg. - Größe: 1,25 Hufe) Das Brunner-Gut war von 1650 bis 1890 im Familienbesitz. 1847 wurde ein Teil des Gutes an Johann Friedrich Krauß verkauft. Er teilte die Flächen in viele kleine Parzellen ein, die wiederum verkauft und nach und nach bebaut wurden. Daraus entstand Neuwilkau. Nach dem Tod von Friedrich Wilhelm Brunner im Jahr 1881 bewirtschaftete die Witwe Caroline Brunner den Hof mit einiger ihrer sieben Kinder bis 1890. Der Fleischermeister Gustav Hentschel erwarb danach das Brunner-Gut. Auch er verkaufte Flächen weiter. Unter anderem ging an Dr. Paul Hermann Rückardt das Grundstück an der heutigen Rosa-Luxemburg-Straße. Den Garten verkaufte er an den Apotheker Paul Martin Schnabel (heute Rudolf-Breitscheid-Straße 3). Die Gebäude des Gutes gingen an den Stellmacher Gustav Richard Rothe).
- Schröder-Gut - auch als Mühlengut bekannt, Mühlenstraße 2 - vorher Modes - Das Gut lag stadtauswärts rechts entlang der Cainsdorfer Straße. Größe; 0,25 Hufe
- Mehlhornsche Gut - zum Gut gehörte aus der Gasthof, später Schützenhaus. Das Gut erstreckte sich stadtauswärts links der Cainsdorfer Straße. Größe: 0,25 Hufe. Erster Besitzer des Gutes war Herrmann Friedrich Mehlhorn. Ab 1893 ging das Gut samt dem Gasthof (später Schützenhaus) in den Besitz von Paul Gerber über.
- Günther-Gut - Das Gut lag südlich des Werner-Gutes und erstrecke sich etwa bis zum unteren Ebersbach-Gut. Größe: 0,25 Hufe. Seit 1640 Im Familenbesitz.
- Werner-Gut - (vormals Hoffmann) südlich des Mehlhorschen Gutes - Größe: 0,5 Hufe. Johann Eduard Werner hatte sein Gut zunächst an der Schulstraße 8. Es erstreckte sich bis zur Cainsdorfer Straße. Etwa 1897 zog er um an die Culitzscher Straße 40.
- Badstübner-Gut - Neben dem Werner-Gut gelegen - außerdem zwischen Rödelbach und Mulde in Haara - Größe: 0,75 Hufe. Das Gut wurde 1861 von Christian Ferdinand Vogel an Friedrich August Badstübner verkauft.
- Falk-Ebersbach-Gut - Erstreckte sich bis zum unteren Ebersbach-Gut - Größe; 1,25 Hufe. 1831 kaufte Johann Gottlieb Falk das Gut von Karl Wilhelm Ungethüm ab. Der Sohn Otto Falk verstarb und seine Witwe Ida heiratete Paul Richard Ebersbach aus Cainsdorf. Das Gut ging 1907 in seinen Besitz über.
- Unteres Ebersbach-Gut - Zwischen Falck-Eberbach-Gut bis Flurgrenze Culitzsch (Herbertbad). Größe: 0,90 Hufe. Am 10. April 1845 erhielt David Friedrich Ebersbach das Gut aus dem Nachlass seines Großvaters Karl Friedrich Mehlhorn (gest. 1844). Sein Sohn August Ludwig Ebersbach war Besitzer seit dem 3. September 1857. Er teilte das Gut etwa 1887 zu Gunsten seiner Söhne Paul Arno und Franz Louis in das Untere Ebersbach-Gut (Stammgut) und das Obere Ebersbach-Gut.
- Krauß-Gut - Zwischen Franz-Seldte-Straße (heute Roas-Luxemburg-Straße) und Kraußberg. Den größten Teil der Fläche gewann das Gut durch einen Zukauf vom Brunner-Gut, der etwa die Fläche von Neuwilkau einnahm. Die Fläche wurde in kleine Grundstücke aufgeteilt und an Häuslebauer weiter verkauft. So entstand Neuwilkau.
Erläuterung: Bis ins 19. Jahrhundert wurde die Größe von Landwirtschaftsflächen in Hufe angegeben. 1 Hufe = 42 Acker, 1 Acker = 300 Quadratruten = 5520 Quadratmeter = ca. 0,5 Hektar.
Die kleineren Bauerngüter
- Franke-Hof - Johann Gotthilf Franke - 1846 von Johann Gottlieb Sarfert erworben, 1870 kaufte die Flächen August Wutzler, der sie 1896 an den Kaufmann Friedrich Ferdinand Popp weiter veräußerte. Er teilte das Grundstück in kleine Teile und verkaufte diese.
- Wappler-Gut - Das Gut wurde 1690 vom Ebersbach-Gut abgetrennt. Ab dem Jahr 1903 war es im Besitz von August Koppermann
- Finkenburg - Die Bauernwirtschaft wurde 1888 von Johann August Georgi an die Gebrüder Richter, Inhaber der Pantoffelfabrik verkauft.
- Hahn-Meyer-Gut - Gehörte früher zum Ebersbach-Gut. 1842 Verkauf des Gutes durch Johann Gottlieb Hahn an Johann Karl Gottlieb Meyer.

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Bauerngüter in Culitzsch
- Otto Ungethüm - OLN: 3, das Gut wurde später mit Ernst Ungethüm geteilt. OLN: 54
- Albin Wutzler - Stand: 1907 - Hauptstraße 36 - später an Möckel verkauft
- Emil Wutzler - Stand: 1907 - OLN: 34 - Rottmannsdorfer Straße 3 - später G. Jung
- Wilhelm Wutzler - Stand: 1907 Hauptstraße 52 - später: A. Wappler

Bauerngüter in Silberstraße
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Bauerngüter in Niederhaßlau
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Bauerngüter in Haara
- Emil Windisch - Haaraer Straße 79 - vorher: Krämer
- Heinrich Würker - OLN: 12 - Später Umzug/Erweiterung nach Silberstraße Waldstraße 20

Bauerngüter in Oberhaßlau
- Ernst Timmler - Karlsbader Straße 45
