Kaisersaal
- Am 20. August 1849 erhielt der Gutsbeitzer Johann Friedrich Müller für den ersten Wilkauer Gasthof die Schankerlaubnis.
- Am 7. September 1867 erwarb August Ferdinand Müller (Sohn von Johann Friedrich Müller) das erste Gasthofgrundstück und ließ sich am 9. Dezember die Schankgenehmigung ausstellen. Die ursprüngliche Lizenz hatte Gastwirt Mehlhorn mitgenommen, als er an die Ecke Haaraer Straße / Kirchberger Straße umgezogen war. Er eröffnet dort den Gasthof Mehlhorn, aus dem später an wieder einer anderen Stelle das Schützenhaus wurde.
- Ab dem 15. April 1891 wurde an der Stelle des alten Kaisersaals an der Haaraer Straße 13 ein neuer Tanzsaal erbaut und ein Garten angelegt.
- 1908 wird am Kaisersaal für das "ständige Kino Koppe" ein Anbau errichtet.
- Im Jahr 1918 brannten das Wohnhaus und der Gasthof (nicht jedoch der Saal) wegen eines Essenbrandes ab. 1920 wurden die Gebäude wieder aufgebaut.
- Im Jahr 1937 ging der Kaisersaal in den Besitz der Firma Oswald Stengel über, die darin die Verwaltung ihrer Süßwarenfabrik und einen Gefolgschaftssaal unterbrachte.
- Nach der Enteignung der Firma Stengel ging die Immobilie in den Besitz des VEB Wesa und nach Wende an Haribo über. 2020 wurde das Werk geschlossen.
- Nach dem Verkauf des Gebäudes an eine Spedition wurde am 28. März 2026 im Erdgeschoss ein Fitnessstudio eröffnet, das 24 Stunden am Tag geöffnet hat.



