Schützenhaus
Der aus Haara stammende Bauer Heinrich Oswald Würcker kauften den Mehlhornschen Erben den Gasthof ab.
Am 7. September 1893 übernahm der Fleischer Paul Hugo Gerber in Wilkau von Heinrich Oswald Würcker den Mehlhorn'schen Gasthof einschließlich Bauerngut an der Culitzscher Straße 26. Gerber kümmerte sich selbst um den Gasthof. Das Bauerngut verpachtete er nacheinander an die Landwirte Ullmann, Löscher, Bachmann und Petzold.
1898 benannte der Gastwirt Hugo Paul Gerber den ehemaligen Mehlhorn`schen Gasthof in "Schützenhaus" um. Gleichzeitig baute er entlang der Caindorfer Straße den Saal (heute Muldentalklinik) an.
Im Jahr 1939 übernahm die Stadt Wilkau-Haßlau den Gasthof "Schützenhaus".
Ab 1947 wurden im ehemaligen Schützenhaus der Jugendklub "Ernst Thälmann" und die FDJ-Kreisleitung einquartiert.
1948 wurde aus dem Schützenhaus das Kulturhaus von Wilkau-Haßlau. Er erhielt den Namen "Ernst Thälmann".
Im Jahr 1958 wurde aus dem Kulturhaus das Kreiskulturhaus. Es war das kulturelle Zentrum für vier Städte und 39 Gemeinden und damit für 88.487 Einwohner.
Am 7. Oktober 1977 wurde das komplett umgebaute und modernisierte Haus neu eröffnet. 40 Firmen hatten das ehemalige Schützenhaus in neun Monaten umgebaut. Der Saal bot jetzt 450 Gästen Platz. Es gab eine Speisegaststätte mit 115 Plätzen und, ein kleines Restaurant (80 Plätze) und die Wernesgrüner Bierstube (25 Plätze).
Nachdem jahrelang das Geld gefehlt hatte konnte 1981 die Kegelbahn in einem separaten Gebäude gebaut werden. Darin sind heute eine Arztpraxis, eine Apotheke und ein Orthopädiefachgeschäft untergebracht.
1987 übertrug Radio DDR 1 aus der Bauernstube die Sendung "Landpartie mit Musik" live.

Das Hotel und Restaurant Schützenhaus im Jahr 1917. Nach der Eigenwerbung das größte Etablissement am Platze.

Der Konzert- und Ballsaal wurde 1898 an das Gebäude angebaut.

In den 1970er Jahren war das Gebäude komplett umgebaut worden. Aufnahme aus dem Jahr 1981.
