Kaisersaal
Der erste Gasthof der Gemeinde Wilkau erhielt am 20. August 1849 die Schankgenehmigung. An der Stelle des späteren Kaisersaals betrieb der Gutsbesitzer Johann Friedrich Müller ab 1867 das Lokal an der Haaraer Straße 13. August Ferdinad Müller hatte das Grundstück am 9. September 1867 erworben. Der zweite Gasthof in Wilkau erhielt am 9. Dezember 1867 eine Schankgenehmigung.
Am 15. April 1891 begannen die Arbeiten zum Bau eines neuen Tanzsaales auf dem Gelände des Kaisersaales. Auch ein Garten wurde angelegt.
Den Kaiserhof erbte am 22. Februar 1895 der Sohn Müllers, der Fleischermeister Oskar Müller (gest. 1928), auch "Bergmüller" genannt.
Der Kaisersaal in der Haaraer Straße 13 wurde im Jahr 1908 um einen Anbau erweitert. Dieser diente dazu das "ständige Kino Koppe" unterzubringen.
1937 ging der Kaisersaal in den Besitz der Firma Stengel über, die darin ihre Verwaltung und einen "Gefolgschaftsraum" unterbrachte.
Nach der Enteignung des Süßwarenherstellers Stengel wurde die Immobilie weiterhin als Verwaltungsgebäude genutzt. Zunächst vom VEB Wesa Süßwaren, nach der Wende von Haribo. Im Erdgeschoß war auch der Haribo-Shop untergebracht.



